Sonntag, 9. August 2009

Geburstagsfest in Florencio Varela

Samstag Nachmittag nach dem Sprachkurs fuhr ich mit vier weiteren Freiwilligen und einem Ehemaligen auf ein Fest in Florencio Varela, der „Villa“ (Slum) von der ich schon erzählt habe. An dieser Stelle muss ich jedoch einfügen, dass es sich dabei eigentlich gar nicht um eine Villa handelt, sondern ein offizielles Barrio (Stadtviertel) ist. Das habe ich erst vor ein paar Tagen erfahren. Ich will nicht wissen, wie es dann in einer richtige Villa aussieht... Das werde ich dann wahrscheinlich in Paraguay, da es dort noch einmal um einiges ärmer sein soll.

Zurück zum Fest; genauer genommen war es der 3. Geburtstag dieses Barrios, was natürlich gefeiert werden musste. Es wurden landestypische Gerichte jeder Einwanderergruppe gekocht (Bolivien, Peru, Paraguay, Argentinien), wie zum Beispiel Hühnersuppe. Ich will jetzt ja nicht verwöhnt klingen, aber in der Suppe waren mehr Knochen als Fleisch... War aber auf jeden Fall sehr lecker! Das Essen wurde dann kostenlos an alle verteilt, was vor allem die Kinder kräftig ausnutzten.

Außerdem spielten verschiedene Gruppen landestypische Musik, die zum Großteil aus Panflöten, Trommeln und einem kleinen Akkordeon bestand. Dazu wurde ausgelassen getanzt, vom dreijährigen Kind bis hin zu den alten Herrschaften. Echt beeindruckend, die Menschen in ihren meist verdreckten, zu großen/kleinen Jogginghosen und Jacken zwischen den Blech/Holzhütten lachend tanzen zu sehen. Eine so lustig und ausgelassen tanzende Gruppe habe ich in Deutschland selten gesehen..

Sodele, morgen bricht leider auch schon die letzte Woche hier in Buenos Aires an. Samstag Nachmittag geht’s dann mit dem Bus in mein Projekt.


(Auf dem Bild sieht man zwei jugendliche Carteneros)

1 Kommentar:

  1. Hallo Flo,

    freut mich, dass ich endlich auch den Link zu Deinem Blog bekommen habe. Alles Gute für Dich! Ich bin echt gespannt, wie die Reise weiter geht ;-)

    Gruß
    Jochen

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