Zu seinem Geburtstag haben wir Nico eine Eintrittskarte für das WM-Qualifikationsspiel Argentinien-Paraguay geschenkt, auf dem wir gestern Abend in Asunción waren. Und natürlich hat Paraguay auch verdient 1:0 gewonnen! Ich freu mich schon auf das Finale Paraguay-Alemania.
Ansonsten ist hier wieder einiges passiert. Mannomann, die Zeit vergeht so verdammt schnell. Inzwischen bin ich ja schon anderthalb Monate hier in Südamerika, dabei kommt es mir vor wie 2 Wochen...
Letztes Wochenende sind wir nach dem Sprachkurs noch ein bisschen durch Asunción geschlendert und dabei auf ein Slum-Viertel gestoßen. Richtig krass... auf der einen Straßenseite stehen riesige, prächtige Regierungsgebäude und 20m gegenüber breitet sich entlang des Río Paraguay ein Elendsviertel aus: die Hütten bestehen zum Großteil aus Brettern, Planen, Plastiktüten und Wellblech. Abwassersysteme oder fließendes Wasser gibt es nicht.
An den Straßen, die in dieses Gebiet führen stehen Polizisten mit kugelsicheren Westen und Gewehren. Als wir näherkamen, haben sie uns aufgefordert wieder zu gehen, da es dort zu gefährlich sei.
Die Armut zeigt sich auch auf den Straßen; als wir letzte Woche nach einem Reggaeton-Konzert nachts mit dem Auto aus Asunción heimfuhren, liefen an den Ampeln Kinder im Alter von vielleicht 5-10 Jahren zwischen den Autos durch und verkauften Chipas (das typisch paraguayanische Brot) oder Spielzeug. Und Mütter mit Babys auf dem Arm bettelten um Monedas.
Doch jetzt zu etwas positiveren Dingen. Diese Woche haben wir angefangen das Gästehaus und die Schulungsräume zu streichen. Das Gästehaus wird ab und zu vermietet, um damit ein bisschen Geld zu verdienen. Die Schulungsräume wurden vom Gustav-Adolf-Werk gesponsert und vor kurzem errichtet. In diesen wollen wir in Zukunft Computer- und Nähkurse für Jugendliche und Frauen hier aus dem „La Cantera“ Gebiet anbieten.
Auch mit der paraguayanischen Fauna hatte ich schon Kontakt. Ich hatte die Ehre schon 3 Pikes zu beherbergen. Das sind miese kleine Sandflöhe, die sich im Fuß einnisten, bevorzugt direkt neben dem Fußzehnagel. Dort legen sie dann in der Haut Eier ab, sodass nach ein paar Wochen süße kleine Pikes ausschlüpfen. Zum Glück habe ich meine frühzeitig bemerkt, sodass mir Terésa (eine paraguayanische Frau von hier) sie mir mit einem Zitronenstachel problemlos entfernen konnte.
Sodele, dann werde ich mich jetzt mal wieder dem Streichen widmen. Wobei man seit dem gestrigen Gewitter wieder die lange Kleidung auspacken muss. Heute Nacht hatte es winterliche 9 Grad!! Der Winter schlägt zurück..
Hasta luego!
Hehe, ich hab zufällig die erste Halbzeit von dem Fußballspiel hier in Korea gesehn ^^ Hab dich im Publikum leider nicht erkannt ;-)
AntwortenLöschenhey dreadkollege ;)
AntwortenLöschenWie klappt es denn mit dem Spanisch? Sind ja immermal wieder ein paar Brocken auf dem Blog vertreten..
Ist in Paraguay denn jetzt auch Herbst? Das ist doch soooo weit weg von Deutschland, hab gedacht, da ist es bestimmt genau andersherum mit den Jahreszeiten ;)
Liebes Grüßle und fühl dich ganz fest gedrückt,
Ini
PS: Bin neidisch, will auch nach Paraguay ;)
Ich bin kräftig am Vokabeln lernen, und habe gestern abend in Asunción auch schon ein paar Leute kennengelernt, mit denen ich nur auf spanisch reden kann. Also langsam aber sicher wirds. Aber bis ich es fließend kann wird es wohl noch lange dauern.
AntwortenLöschenHier fängt jetzt der Frühling an =)
Ganz liebe Grüße!
Ich hoffe du hast auch bilder von vom Spiel selbst gemacht ;)
AntwortenLöschendas geschlachtete Schwein is ja mal krass, der Darm sieht schon verdaechtig nach leckeren Wuerstchen aus :)
Im Gegensatz zur Armut bei dir, werde ich morgen golfen gehen ;)
Tobsch