Montag, 16. November 2009

Ein Wochenende im Osten Paraguays

Freitag nach dem letzten Schultransport schnappte ich mir meinen Rucksack, Gitarre, Tereré und wir machten uns auf nach Hohenau um Nina und Benny (zwei weitere Voluntarios) zu besuchen und um Bennys Cumple zu feiern.
Die 6-stündige Busfahrt verlief sehr gediegen und auf der Fahrt vom Westen in den Osten Paraguays bekam ich auch noch viel von diesem Land zu sehen. Wobei es da ehrlich gesagt nicht viel Abwechslung gab. Entweder fuhren wir an immens riesigen Rinderherden, Feldern, kleinen Ansiedlungen, verstreuten Palmwäldern oder nichtendender Pampa vorbei.
Sehr süß fand ich, dass in fast jedem der Dörfer (5-10 Hütten) durch die wir fuhren, jeweils eine kleine Gruppe Paraguayer, Tereré-trinkend im Schatten eines Baumes saßen und uns zuwinkten.
Außerdem krass fand ich, dass viele Bauern ihre Felder noch mit Ochsengestellen und von Hand pflügten.

Angekommen in Hohenau machten wir uns ein Lagerfeuer und schnackten und sangen zu Mundharmonika und Gitarrenbegleitung bis tief in die Nacht. War echt schön sich wieder mit anderen Freiwilligen austauschen zu können, vor Allem da noch 2 weitere Freiwillige aus dem weit entfernten Buenos Aires angereist kamen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu den nahe gelegenen Jesuiten-Ruinen und besichtigten diese mit einer Führung. Jaja, Kultur soll ja schließlich nicht zu kurz kommen! ;-)
Abends ging es dann auf das Chopp-Fest del Club Aleman. Dort wurde dann zuerst zu Schunkel-Musik später dann auch zu Reggaeton getanzt und ornlich Bier gesüffelt. Bei 70 Cent pro Bierkrugfüllung war das sehr gediegen. =)
Den Sonntag verbrachten wir am Pool und nachmittags machten wir uns geilen, schmackhaften Asado.
Viel zu schnell ging dieses richtig schöne Wochenende dem Ende zu und so machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Ypacaraí. Doch diese Fahrt war alles andere als gediegen. Da wir vergessen hatten einen Sitzplatz zu reservieren, mussten wir die 6 Stunden Busfahrt auf dem Boden verbringen. Ich konnte daher keine Minute schlafen. Wenigstens kamen wir morgens pünktlich um 6:00 Uhr daheim an, sodass es vor dem Schultransport noch Zeit für eine Tasse Kaffee gab.

Jetzt werde ich an dem Außengehege für die Wachteln weiter bauen, auch wenn uns letzte Woche auch noch die letzten zwei Küken abhanden gekommen sind. Die Katze hat sie verspeißt. :( Doch so schnell gebe ich nicht auf. Jetzt werden wir uns einfach Wachteln besorgen, die schon Eier legen...

Sodele, dann kann ich jetzt nur hoffen, dass es bald wieder Strom gibt, damit ich diesen Bericht online stellen kann. Immer wenn es ein bisschen stärker regnet oder stürmt, fällt hier nämlich das komplette Stromnetz zusammen.

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