Montag, 4. Januar 2010

Weihnachten bei 30 Grad




Nach der, diesmal 20 Stunden langen, Busreise nach Buenos Aires, wurde ich am Terminal schon erwartet und so machten wir uns auf zu Hannahs WG, in der ich auch übernachtete. Mittags ging ich jedoch noch mit in ihr Projekt, in dem ein kleiner Weihnachtsgottesdienst stattfand. Abgerundet wurde der Tag mit einem typisch argentinischem Asado, zuhause bei einer Projektmitarbeiterin.


Am nächsten Morgen trafen wir uns mit den Anderen, und setzten zu fünft mit der Fähre in Tigre ab. Unser Ferienhaus lag im Tigredelta auf einer kleinen Insel der unzähligen Nebenarme des Río Paraná und des Río de la Plata. Es war ein wunderschönes Haus, direkt am Wasser, mit Steg, Kanu, großem Steingrill, Terrasse und Rasenfläche. Einfach traumhaft.


Sogar der Fluss war sehr fischreich, sodass wir täglich ominöse Fische angelten, die quakten und Stacheln an den Flossen hatten, mit denen mir einer mal ordentlich in die Hand stach.

Heilig Abend hatte es ca. 30 Grad. Tagsüber sonnten wir uns auf dem Steg, lasen, angelten, spielten Gitarre und genossen die idyllische Flusslandschaft. Als es anfing zu dämmern, fingen wir mit den Vorbereitungen des Abends an. Wir räumten das Wohnzimmer schön auf und Merle hatte sogar einen hübschen Plastikweihnachtsbaum und selbstgebastelten Weihnachtsschmuck von den Kindern ihres Projektes dabei. So bekamen wir mit Hilfe vieler Kerzen und Klimaanlage sogar einen richtigen Weihnachtsflair ins Haus.


Den Abend begannen wir mit einem richtigen Festmahl; Asado wurde gegrillt, dazu gab es mehrere verschiedene Salate, selbst geangelten Fisch, verschiedene Soßen, Fladenbrot und argentinischen Vino tinto. Und zum Nachtisch Birne Helene.

Anschließend wollten wir eigentlich einen Weihnachtsgottesdienst auf dem Festland besuchen. Da wir jedoch keine Uhrzeit herausfinden konnten, gestalteten wir uns selbst den Abend.

Nachdem wir Weihnachtslieder mit Gitarren und Flötenbegleitung gesungen haben, laßen wir noch die Weihnachtsgeschichte aus der spanischen Bibel. Danach wurde noch gemütlich Wein getrunken und ich setzte mich mit Christoph auf den Steg (unter ein Mosquitonetz) wo wir bis in die Morgenstunden zusammen Gitarre spielten und sangen.


An den restlichen Tagen bekamen wir fast täglich Besuch von weiteren Freiwilligen aus dem Raum Buenos Aires, die jeweils ein paar Tage hier verbrachten.

Die Woche ging leider viel zu schnell vorbei.

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