Letzte Woche beschloss ich spontan mir den Norden Paraguays etwas anzuschauen. An dieser Stelle eine kurze Erklärung: Paraguay kann man in zwei sehr unterschiedliche Regionen einteilen: der Chaco im Norden, wo es sehr wenig regnet, sehr unfruchtbar und kaum besiedelt ist. Im Gegensatz dazu der südliche Teil, dort ist es sehr fruchtbar und 95% der Einwohner Paraguays leben in diesen ca 30% der Landesfläche.
Nun gut, Samstag packte ich also meinen Rucksack mit Mosquitonetz, Notfallsprit, Taschenmesser, Kochtopf, Steinschleuder und Angel und machte mich auf gen Norden.
Die meiste Zeit ging es vorbei an riesig großen Estancias mit entweder schier unendlichen Viehweiden oder Sojafeldern. Rechts und links konnte man bis zum Horizont nichts anderes sehen. Verdammt beeindruckend. Abwechslung brachten bunte Vögel, wilde Meerschweinchen und die ominösesten überfahrenen Tiere am Straßenrand.
Ab und zu kam ich an Flüssen oder kleinen Seen vorbei, wo ich eine kurze Pause einlegte und mich im Wasser erquickte. =) Denn trotz Fahrtwind kommt man bei ca 38 Grad ornlich ins Schwitzen.
Abends traf ich in einer Stadt ein, wo zufälliger Weise gerade Benny und Nina (auch Volontäre in Paraguay) eine reunión hatten. Dort verbrachte ich einen gediegenen Abend und blieb auch noch über Nacht. Am nächsten Morgen brach ich jedoch wieder auf und machte mich auf zur Laguna Blanca. Dies ist ein See auf schneeweißem Sand, sodass das Wasser glasklar ist. Die Laguna liegt 40km von der asphaltierten Straße entfernt und der Weg dorthin ist eher off- als onroad, sodass ich die meiste Zeit stehend fahren musste. Verdammt spaßig =)
An der Laguna angekommen mietete ich mir ein Kanu und paddelte über den See, bis ich eine schöne, einsame Sandbucht mit Kakteen und Pomelobäumen fand. Dort machte ich mir erstmal ein Feuerchen, auf dem ich mir mein Mittagessen kochte. Eigentlich hatte ich vor, Fisch dazu zu essen, aber die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel und am Ufer gab es keinen Schatten, sodass ich mich mit einer Reispfanne vergnügen musste.
Am späten Nachmittag paddelte ich wieder zurück zu meinem Motorrad und machte mich auf den Weg Richtung Süden. Kurz vor Sonnenuntergang überquerte ich einen Fluss, wo ich beschloss zu nächtigen. Ich fuhr noch etwas stromaufwärts von der Straße weg und baute dort am Ufer mein Mosquitonetz unter einem Limonenbaum auf. Gediegen kochte ich mir ein Süppchen, hörte Musik, genoss die Ruhe und bestaunte den Sonnenuntergang. Zufälligerweise hatte ich noch einen Schluck Rum im Rucksack, mit dem ich mir ein leckeres Cocktail mit frischen Limonen machte.
Als mich die Mosquitos beinahe auffraßen kroch ich unter mein Netz und schlief mehr schlecht als recht bis zum nächsten Morgen.
Noch bevor die Sonne aufgegangen war packte ich meine Sachen zusammen und fuhr zurück nach Ypacaraí, wo ich pünktlich zum Nachhilfeunterricht ankam.
Ansonsten läuft hier alles wie gewohnt, morgens fahre ich den Schultransport und Nachmittags gebe ich Unterricht. Nur dass wir immer noch kein fließendes Wasser haben. Jedoch kommt jetzt zumindest nachts ca zwischen 12 und 5 Uhr ein bisschen was. Da sammeln wir es dann in großen Kanistern, damit wir tagsüber Trinkwasser haben.
Sonntag, 28. März 2010
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hallo halloo!! mein großeer flooooo
AntwortenLöschendu scheinst ja richtig zum naturburschen umgewandelt zu sein!!=) gefällt mir, ich wäre auch voll gerne dabei!!=) bei uns wird das wetter auch immer schöner..;) SOMMER!!! hannah is schone ne weile aus kuba zurück und an ostern kommt sie zu uns, hat ne richtig fette ziggarre für mich!!=) die hat bestimmt viiieel zu erzählen, so wie du eben!!=) ich hab jetz noch ne halbe woche schule, und dann sind ferienn..;) in den pfingstferien gehts dann ab nach schottland zu freunden nur mit meinem dad!!=) hammaaaa..=)
also, ich muss noch en bisschen englisch pauken, schreib morgen..;)
machs gut un pass auf dich auff
dein kleine broo =) PARTYBÄR!!=)
du bist schon so n kleiner Irrer, ne ..?!
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