Montag, 17. Mai 2010

Ein paar Daten über Paraguay

Die geschriebene Geschichte Paraguays ist kurz; das Land wurde ursprünglich von verschiedenen nomadischen und halbnomadischen Indianerstämmen mit einer reichen mündlichen Kultur bewohnt. Vor 500 Jahren wurde es von der spanischen Krone erobert; 1810 befreite es sich und wurde zu unabhängigen Republik.
Durch die Unterwerfung der Guaraní-Indianern kam es zur Vermischung der Weißen mit ihnen. Trotz des Völkermords an den Guaraní-Indianern, die heute nur noch 1,7% der paraguayischen Bevölkerung stellen, ist Guaraní bis heute die meistgesprochene Sprache. In den Städten wird allerdings mehr Spanisch gesprochen.
Seit seiner Entstehung hat sich Paraguays Geschichte kaum geändert. Es ist bis heute ein Land, dessen Entwicklung durch die Machtinteressen von Nachbar- und Industrieländern, unstabile Regierungen, die von Korruption gezeichnet sind, und durch die Plünderung seiner Naturschätze begrenzt ist.

Das Fehlen einer strategischen Armutsbekämpfung durch den Staat und die stattdessen vom Präsidenten selbst vertretene populistische und ausschließlich an einzelne Bevölkerungsgruppen gerichteten, nur problemmildernden Maßnahmen lassen keine Verbesserung der Chancen zur Deckung der Grundbedürfnisse für die große Mehrheit der Bevölkerung erwarten.
In Paraguay überlässt der Staat einen Großteil des Landes seinem Schicksal, was am Fehlen von Krankenhäusern, Bildungsstätten, grundlegenden Versorgungsleistungen wie Trinkwasser und Strom deutlich wird.

Zum Gesundheitssystem:
Mit Pro-Kopf-Ausgaben für das Gesundheitswesen von 31 US-Dollar, liegt Paraguay an drittletzter Stelle in Lateinamerika.
81% der parag. Bevölkerung verfügen über keinerlei Gesundheitsvorsorge. Die Anteile an Todesfällen der Mütter bei der Geburt ist eine der höchsten in Lateinamerika. 27% der Kinder werden außerhalb von Krankenhäusern entbunden, das heißt mit Naturheilern, Geburtshelfern oder Nachbarn.
Das Fehlen einer Ernährungspolitik kommt in hohen Unterernährungsraten zum Ausdruck. 14% der paraguayischen Bevölkerung ist unterernährt und 9% der Kinder kommen mit Untergewicht zur Welt.
Nach Angaben der UNICEF gibt es in Paraguay 35 000 Kinder unter fünf Jahren mit ernster Unterernährung, 141 000 Kinder dieser Altersgruppe und 45 000 schwangere Frauen, die unterernährungsgefährdet sind.

Bildungssituation:
Nach der Verfassung ist die neunjährige Pflichtschule kostenfrei. Aus amtlichen Statistiken und Untersuchungen des Bildungswesens geht jedoch hervor, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht in den Genuss dieses Rechtes kommt.

Den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen (Landbevölkerung, Bewohner städtischer Armensiedlungen, Mädchen, Indigene und Behinderte) ist der Besuch öffentlicher Schulen weitgehend unmöglich gemacht. Die Anzahl der Analphabeten wird auf 27,4% geschätzt.
Die indigene Bevölkerung ist ohne Zweifel am stärksten benachteiligt. Durchschnittlich wurde die Schule von ihnen 2,2 Jahre besucht. Jeder zweite Indigene ist Analphabet.

Obwohl sich das Bildungs- und Kulturministerium für 2005 zum Ziel gesetzt hatte, 600 Klassenräume neu zu bauen, wurden letztendlich nur 50 fertiggestellt.

1 Kommentar:

  1. hgeyy, alteer, des is ja echt krass was da so alles abläuft!! =) nich alles legal!^^
    bei uns ist des wetter gerade ziemlich beschissen für den mai, un wir warten seeehnlichst auf en bissschen sonne!! so en dreck echt!!
    am freitag fahren mein dad un ich nach SCHOTTLAAAND!!! wird bestimmt hammer! =)

    alsoo hau rein mein großer! =)

    machs gut,

    oliiiiiiiiii

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